Über die höchsten Berge (in NRW – Etappe 2)

Die Fakten:

Die ersten Schritte einer Etappe sind immer die schwersten Schritte. Die Pension war nicht nur weit im Ort sondern auch noch im Tal. Dazu kam dann der Aufstieg zum Richtplatz. Dafür war das Wetter absolute Oberklasse.. Es versprach ein richtig guter Tag zu werden. Wir sind den ersten, wirklich heftigen Aufstieg auch ganz entspannt angegangen. Viele Pausen im Schatten halten die Gruppe zusammen und machen den Aufstieg erträglicher.

Letzter Blick auf Willingen

Letzter Blick auf Willingen

Am Richtplatz angelangt ging es dann zwar noch einige Höhenmeter höher, ungefähr 200 Meter, jedoch deutlich flacher. Das nächste Zwischenziel war der Langenberg. Niemand wollte mir ja glauben, aber der Langenberg ist mit 843 Metern die höchste Erhebung in NRW.

Langenberggipfel

Langenberggipfel

Hochsauerland

Hochsauerland

Nach dem Langenberg geht es, wie nach jedem Gipfel, wieder runter. Jedoch wechselt die Landschaft nun in eine Heidelandschaft. Jeder, der schon mal in der Gegen um Lüneburg, oder auf den Nordfriesischen Inseln war, kennt die Natur, die eine Heide ausmacht. Kurze Sträucher, weite Ausblicke und viele Nadelbäume. Die Hochheide erstreckt sich bis zum Kahlen Asten.

Hochheide und Blaubeeren

Hochheide und Blaubeeren

Nach einer kurzen Pause auf einer Hütte kurz vor dem Clemensberg, die Hochheide Hütte ist wirklich prima gelegen und sehr gut ausgestattet, führte der Rothaarsteig durch ein richtig großes Feld mit Blaubeersträuchern. Wir waren wohl genau zur richtigen Zeit da, denn alle Blaubeeren machten einen reifen Eindruck.

Noch mehr Blaubeeren

Noch mehr Blaubeeren

Durch das grandiose Wetter war die Sicht am Clemensberg überragend. Von hier ist die Aussicht auf das Hochsauerland am besten. Alle Berge wie Kahler Asten, Langenberg und so weiter waren zu sehen. Der Wind pfiff aber ganz schön über den Gipfel und so sind wir dann doch schnell wieder weiter gewandert.

Clemensberg Panorama

Clemensberg Panorama

Auf dieser Etappe gelangten wir an den ersten zwei Quellen auf der Rhein-Weser-Wasserscheide vorbei. Die erste Quelle ist die Hoppeckequelle. Die Hoppecke mündet später in die Diemel, die dann in die Weser mündet. Die Quelle ist wunderschön in einer kleinen Laubbaumoase gelegen und das Wasser ist eigentlich ganz lecker. Der Platz lädt auf jeden Fall zum verweilen ein.

Kurz nach der Hoppeckequelle würde der Rothaarsteig heftig unterbrochen. Ein Schild und Absperrband warnten vor den nächsten Metern des Wanderwegs. Hinter dem Absperrband lauere Todesgefahr. Anscheinend waren wohl Waldarbeiten im Gange. Jedoch konnte man das Ende der Gefahrenstelle mit bloßem Auge sehen und dazwischen war nichts als Luft, naja und der Weg. Wir entschieden uns der Gefahr ins Auge zu sehen und überquerten die Gefahrenstelle todesmutig. Passiert ist nichts und ich denke, dass die Arbeiter wohl vergessen haben, die Absperrungen wieder zu entfernen … oder so.

Lustig war die Wegführung in Küstelberg. Der Weg führte an einem Sport- und Spielplatz vorbei in den Ort hinein an einem Baum vorbei. Die Einwohner haben am Baum eine Chronik angebracht. Abgebildet ist die Zeit, die der Baum wohl selbst miterlebt hat. Später führt der Rothaarsteig wieder durch den Ort am selben Sportplatz vorbei. Nur dann auf der anderen Seite.

Alte Linde

Alte Linde

Das nächste Highlight, zumindest für mich persönlich, war dann die Ruhrquelle. Die Ruhr, ich weiß nicht warum, ist mein Lieblingsfluss in Deutschland. Vor einiger Zeit war die Quelle noch in einer Mauer eingefasst und die Ruhr entsprang aus einem Rohr um sich dann auf den Weg bis nach Duisburg-Ruhrort zu machen. Aber auch hier wird, und das ist gut so, der Natur wieder mehr Raum gegeben. Die Mauer ist weg und die Quelle renaturiert. Aber selbstverständlich gibt es dort wieder die berühmten Rothaarsteigbänke und Informationstafeln. Ich war ein bißchen enttäuscht, denn die Quelle gab nur ein gaaaaaaanz kleine Rinnsal frei. Ein paar ältere Damen haben etwas Wasser aus der Quelle in Tupperbecher abgefüllt und getrunken. Ich habe auch etwas Wasser getrunken und meinen Hut, denn es war wirklich sehr heiß, mit Ruhrwasser getränkt. Das war wirklich erfrischend.

Stein an der Ruhrquelle

Stein an der Ruhrquelle

Die Ruhr

Die Ruhr

Später führt der Rothaarsteig direkt auf Winterberg zu. Ortseingangs führte dann der Rothaarsteig durch eine wunderschöne Schlucht. Sie hat etwas von einer Klamm. Leider war es dort zu dunkel zum fotografieren.

Die Enttäuschung des Tages war dann aber leider die Unterkunft. Die Pension Braun liegt war sehr zentral im Ort, jedoch fehlte es an grundlegenden Dingen. Auf einem Doppelzimmer befand sich nur ein Handtuch, es gab keine Seife, es fehlte ein Aufenthaltsraum. In einem Zimmer waren die Duschen nicht sauber genug und mein Bett war definitv nicht in Ordnung, meiner Meinung nach war die Matratze zu weich, wahrscheinlich einfach alt. Das Frühstück war weder reichlich, noch gut organisiert. Leider wurde das Lunchpaket für den Weg wieder von den Besitzern der Pension zusammengestellt, aber das kann man ihnen nicht vorwerfen. Das schlimmste war jedoch, dass die Lunchpakete während wir beim Frühstück saßen auf die verschlossenen Zimmer gebracht wurden.

Übrigens, auch ich bin ein Stück auf dem Jakobsweg unterwegs gewesen … wenn auch nur kurz.

Jakobsweg

Jakobsweg

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Hauptseite, Rothaarsteig abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Über die höchsten Berge (in NRW – Etappe 2)

  1. Daniela schreibt:

    Wie wäre es nun tatsächlich mit einem pl0gbar-Treffen in Kiel?
    Würde mich freuen, wenn sich da was findet, z.B. Montags zum Pizzatag in der Trauma o.ä.
    Weitere Infos gibts bei:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s